Betriebssystem auf den Raspberry Pi installieren und einrichten

Um mit den Raspberry Pi richtig arbeiten zu können, benötigt dieser erst einmal ein Betriebssystem. Das am meist verbreitete Betriebssystem für den Raspberry Pi ist Raspbian. Es gibt aber noch viele andere, wie z.B. OpenELEC, ein auf der XBox basierendes Medien-Center oder Ubuntu. Auch Microsoft versucht, mit einer abgespeckten Version von Windows 10, in der Welt der Einplatinen Computern Fuß zu fassen. Mit mäßigen Erfolg, wie man in diesem Bericht von golem.de lesen kann.

Raspbian downloaden und auf die SD-Karte kopieren

Raspbian und andere Linux-Distributionen können von der Seite der Raspberry Pi Foundation heruntergeladen werden. Zusätzlich zu den Downloads gibt es hier, leider nur in englischer Sprache, viele Beiträge und Tutorials rund um die Anwendungsmöglichkeiten des Raspberry Pi.

Download RaspbianDamit Raspbian später auch richtig von einer SD-Karte geladen werden kann, muss es bitweise auf die SD-Karte kopiert werden. Das beste Programm hierfür ist Win32 DiskImager. Es ist klein und nur auf die wichtigsten Funktionen, das Lesen und Schreiben von einer SD-Karte, beschränkt. Nach der Installation von Win32 DiskImager brauch nur das Image und die SD-Karte ausgewählt werden und schon wird diese, nach einem Klick auf “write”, mit Raspbian beschrieben.

Image schreibenEinrichten des Fernzugriff per Secure Shell (SSH)

Der Raspberry Pi verfügt über einen HDMI-Anschluss und kann auch mit Maus und Tastatur gesteuert werden. Trotzdem wird er selten als Desktop PC verwendet, sondern ohne Display, über die Ferne von einem anderen Rechner konfiguriert. Unter Linux geht das über die Kommandozeile, unter Windows braucht man ein kleines Programm.

Mit PuTTY ist es möglich mit Secure-Shell-Server via Ethernet zu kommunizieren. Das gerademal 500 kBit große Programm muss dafür nicht einmal installiert werden. Alles was es benötigt ist die IP-Adresse und schon kann man über die Ferne Befehle eingeben, als ob man direkt mit dem Monitor und der Tastatur am Raspberry Pi angeschlossen wäre.

Da stellt sich gerade die Frage, wie den das mit der IP des Raspberry Pi, nach dem reinschieben der SD-Karte ist. Es gibt ja kein Monitor wo einem angezeigt wird, was gerade auf dem Raspberry Pi passiert.

Die Ethernet-Konfiguration von Raspbian ist auf DHCP eingestellt, also bekommt der Raspberry Pi automatisch,  beim anschließen des Ethernet-Kabels, eine IP-Adresse zugewiesen. Diese kann dann über die Webseite des Routers schnell rausbekommen werden. Der Hostname des Raspberry Pi lautet “raspberrypi”.

IP auf Router finden
Router: Speedport W 723V

Nun kann PuTTY über die IP-Adresse auf den Raspberry Pi zugreifen.putty save IP