Fileserver einrichten

Bevor wir den Raspberry Pi als Fileserver einrichten, sollte das System auf den neusten Stand gebracht werden.

Ein Fileserver soll viele unterschiedliche Dateien, wie Bilder-Dateien, PDF-Dateien oder sogar Filme-Dateien speichern können. Da der Raspberry Pi, wegen der SD-Karte nicht über genügen Speicherplatz verfügt, ist es ratsam ein externes Laufwerk zur Speicherung der Daten, anzuschließen. Wie dieses unter Raspbian eingebunten wird können sie unter “Laufwerke einbinden” nachlesen.

Samba installieren

Raspbian ist ja ein Linux-System und könnte daher nicht mit Windows Freigaben umgehen. Zum Glück gibt es aber Samba. Ein Fileserver-System was es Linux-Usern erlaubt Windows Datei- und Druck-Freigaben zu verwenden und sogar zu erstellen.

Als nächstes benötigen wir einen Samba-Benutzer. Dieser Nutzer wird nicht in Samba selbst erstellt, sondern muss im System schon gemeldet sein. Wie zum Beispiel der Nutzer “pi”. Da die Weitergabe der Anmeldedaten, also Name und Passwort für die späteren Freigaben, meistens an mehrere Personen geht, ist es ratsam einen neuen Nutzer, mit keinen Rechten auf dem Raspberry Pi, anzulegen.

Dieser neu erstellte Nutzer benötigt für Samba ein neues Passwort. Das ist das Passwort, was für die Freigaben eingesetzt wird.

Außerdem benötig der Nutzer die Rechte für die freizugebenden Verzeichnisse, falls er diese noch nicht hat.

Mit dem Befehl “chown” werden unter Linux die Eigentumsrechte verwaltet. Mit den Parameter “-R” bekommt der Nutzer die Eigentumsrechte, also alle Rechte an allen Dateien und Unterverzeichnissen.

Samba einrichten

Nun kann es an die Konfiguration von Samba und die Erstellung von Freigaben gehen. Damit wir aber nach einem Fehler noch die Original-Datei haben, sollten wir diese erst einmal sichern.

Nun können wir die Konfigurationsdatei von Samba öffnen.

Wenn die Windows-Arbeitsgruppe nicht “WORKGROUP” (standard) ist, kann sie unter den Punkt “workgroup” geändert werden.

Damit nur mit einer Authentifizierung auf Dateien zugegriffen werden kann muss das “#” bei den Punkt “security = user” entfernt werden.

Freigabe erstellen

In die letzte Zeile der “smb.conf” Datei kommen nun die Freigaben.

smb

Der Name in den eckigen Klammern ist der Name der Freigabe, so wie er unter Windows angezeigt wird. Der Parameter “path” verweist auf das Verzeichnis, das freigegeben werden soll. Jetzt können wir wie gewohnt mit Str+o und Enter speichern und mit Str+x den Editor verlassen.

Jetzt fehlt nur noch ein Neustart von Samba und schon tauchen die Freigaben in der Netzwerkumgebung von Windows auf.

Die neu erstellten Freigaben sollten im “Explorer” unter “Netzwerke” zu sehen sein. Wenn das nicht der Fall ist kann es sein, dass sie nicht automatisch geladen werden. Dann einfach in der Explorer-Adresszeile den direkten Pfad angeben.

Nach drücken von Enter erscheint ein Fenster zur Eingabe des Benutzernamens und des zugehörigen Passwortes.