Mediaserver für Fernseher einrichten

Die neuste Generation von Fernseher haben nichts mehr gemein mit den aus Glasröhren bestehenden Holzkisten der 60er Jahre. Heutzutage kann man am Fernseher, von der Couch aus die Tageszeitung lesen, seine Termine für den Tag durchgehen oder seine privaten Videos, Bilder oder Musik vom Heimserver aus direkt abspielen. Letzteres funktioniert nur deshalb so gut, weil die Fernseher-, Handy- und Computer-Unternehmen sich an einen Standard für digitale Unterhaltungsmedien halten. Die Digital Living Network Alliance, kurz DLNA, sorgt dafür, dass sich Medienserver und Medienplayer verstehen. Diesen Standard der Medien-Bereitstellung gibt es auch für den Raspberry Pi.

miniDLNA installieren und einrichten

Bevor wir das miniDLNA Paket installieren, sollte unser Raspberry Pi wieder auf den neusten Stand gebracht werden.

Jetzt benötigen wir für die drei Medienarten Verzeichnisse die wir anschließend in der Konfigurationsdatei von miniDLNA angeben.

minidlna_confZusätzlich zu den Eintrag der Verzeichnisse, sollte noch bei  friendly_name= ein Name angegeben werden, der am Medienplayer (z.B. Fernseher) angezeigt wird.
Außerdem muss bei listening_ip= die IP-Adresse des Raspberry Pi eingetragen werden.

Damit neue Dateien automatisch in die Datenbank eingetragen werden, muss die #  vor inotify=yes entfernt werden. Das Zeitintervall, also nach wie vielen Sekunden nach neuen Dateien gesucht wird, wird bei notify_interval=895 angegeben. Also einfach die # weg und gegebenenfalls noch die Zeit anpassen.

Jetzt setzten wir den Benutzer minidlna als neuen Eigentümer, aller drei erstellten Verzeichnisse und dessen Unterverzeichnisse ein. Außerdem geben wir ihm auch Schreibrechte und fügen Pi dieser Gruppe hinzu.

Datenbank updaten und miniDLNA starten

DLNA basiert auf einen Datenbanksystem. Das heißt, dass neue Medien, die in die drei Verzeichnisse kopiert werden, in eine Datenbank mit zusätzlichen Daten und dem Path zur jeweiligen Medien-Datei, geschrieben werden. Diese Datenbank interpretiert der Medienplayer und kann dadurch sehr schnell eine Liste mit Bildern und anderen Angaben aller Medien ausgeben, ohne jede einzelne Datei auf den Medienserver auslesen zu müssen.

Um Bilder oder Videos auf den Fernseher auswählen zu können, müssen diese einfach in das jeweiligen Verzeichnis kopiert werden. miniDLNA geht die Verzeichnisse nach den Start automatisch durch und sucht neue Dateien und pflegt diese in die Datenbank ein.

Natürlich kann auch eine USB-Festplatte an den Raspberry Pi angesteckt und auf das jeweilige Verzeichnis gemountet werden. Wie das funktioniert lesen sie unter Laufwerke einbinden.

Um zu sehen wie viele Dateien schon in die Datenbank von miniDLNA geschrieben wurden, muss nur die IP-Adresse des Raspberry Pi, gefolgt von der Portnummer 8200, in den Browser eingegeben werden.

minidlna_web