WLan einrichten

Mit den WLan-Sticks für den Raspberry Pi ist das so eine Sache. Da gibt es die einen die sofort gehen, ohne irgendein Zutun, wie der EW-7811UN von EDIMAX und dann die anderen, die auch nach dem Original-Treiber vom Hersteller sich einfach nicht am System anbinden lassen.

Für alle nachfolgende Einstellung am Raspberry verwende ich den EW-7811UN WLan-Stick von EDIMAX, weil der einfach am besten am Raspberry Pi läuft.

Als erstes sollten wir überprüfen ob der WLan-Stick überhaupt vom System erkannt wird und welcher Treiber geladen wurde.

dmesg

Der WLan-Stick wurde registriert und der Treiber “rtl8192cu” wurde geladen.

Schlafmodus abschalten

Nach dem Anschließen des Sticks muss erst einmal der Schlafmodus bei EDIMAX-Treiber ausgeschaltet werden, weil ansonsten bei längeren nicht verwenden des Sticks, dieser sich einfach abschaltet. Dafür wird eine Datei für den Treiber angelegt, die ihn über einen Befehl mitteilt, den Schlafmodus zu deaktivieren.

Im Texteditor “Nano” einfach die Zeile mit den Befehl zum Abschalten des Powermanagemnt eingeben, dann Str+o drücken und mit Enter bestätigen. Zum Verlassen des Texteditors einfach Str+x drücken.

Damit die Änderung übernommen wird, muss der Raspberry Pi neu gestartet werden.

Nach einer neuen Anmeldung am Raspberry Pi muss noch überprüft werden ob der Schlafmodus jetzt deaktiviert ist, dafür muss bei der Abfrage eine 0 raus kommen.

Powermanagement on-off

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit den Dauerschlaf des EDIMAX-Treiber zu umgehen, wir lassen ihn einfach jede Minute einen Ping abgeben. Dafür muss nur ein Cronjob ausgeführt werden.

cronjob

Durch den minütlichen Ping an den Google-Server kann der EDIMAX-Treiber spätestens nach einer Minute wieder aus seinen Schlaf geholt werden.

Wer öfter was mit SSH-Zugriff macht und die Befehle immer erst kurz suchen muss, den reicht oft die Minute nicht aus. Da kommt es schon einmal vor, dass man nur schnell mal die Parameter für “adduser” aus den Netz kopieren will und schon zeigt PuTTY bei der versuchten Eingabe einen Kommunikationsfehler an. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen muss die Ping-Abfrage einfach häufiger ausgeführt werden, als jede Minute. Dies geht sehr einfach über ein Script zu lösen.

Als erstes müssen wir eine Script-Datei anlegen und s mit “#!/bin/bash” kennzeichnen.

Nun fügen wir eine While-Schleife ein die endlos geht. Diese führt den Ping-Befehl aus und wartet dann 10 Sekunden bis sie es wieder tut. Durch Drücken von Str+o und Enter speichern wir das Script ab und mit Str+x verlassen wir den Nano-Editor.

Jetzt muss das Script noch ausführbar gemacht werden.

Damit es bei jedem Neustart vom Raspberry Pi automatisch gestartet wird, bekommt es noch einen Cronjob.

crontab shDer Befehl “@reboot” führt das Script nur einmal beim Starten des Raspberry Pi aus. Ab da läuft es durchgehend, wegen unserer While-Schleife.

Scripte die sich nicht alleine beenden oder die ein hohes Risiko des Aufhängens besitzen, sollten im Hintergrund laufen. So können sie andere Scripte oder Befehle nicht blockieren. Um dies für unser Script zu erreichen muss nur hinter den Script-Aufruf ein “&” gesetzt werden.