WLan einrichten

Access-Points finden

Jetzt lassen wir uns die “SSID” und andere Angaben, der sich in der Nähe befindlichen WLan-Netzwerke anzeigen.

Außer der “SSID” ist noch wichtig was für eine Verschlüsselungtechnik verwendet wird. Ist es also eine Verschlüsselung mit WPA oder WPA2. Des Weiteren sind noch die Angaben “Group Cipher” und “Pairwise Chiphers” für spätere Verlauf wichtig.

iwlist

WLan konfigurieren mit DHCP

Die allgemeinen Einstellungen der Netzwerkschnittstelle wird in der Datei “interfaces” vorgenommen.

Es ist ratsam die Einstellungen von “lo” und “eth0” nicht zu verändern, so ist es noch möglich mit einem Ethernet-Kabel und DHCP auf den Raspberry Pi über SSH zu gelangen, wenn man bei der Eingabe einen Fehler gemacht hat.

Die WLan-Zugriffsdaten befinden sich in der Datei “wpa_supplicant.conf”. Bevor wir diese aber mit den Editor öffnen, verschlüsseln wir noch den WLan-Schlüssel (PSK). Man könnte diesen einfach unter den Punkt “#psk” mit Anführungszeichen einfügen, aber so hätte jeder der das Recht hat die Datei “wpa_supplicant.conf” zu öffnen Zugriff auf den WLan-Schlüssel.

Die Zeile mit “psk” am besten komplett kopieren und dann den Editor starten.

wpa_supplicant

Unter “pairwise” und “group” die Werte der Access-Point-Abfrage eingeben und die komplette Zeile der “psk” mit der rechten Maustaste einfügen. Alles mit Str+o und Enter speichern und mit Str+x den Editor verlassen.

Für die Änderung der WLan-Einstellung brauch nicht das ganze System neu gestartet zu werden, es reicht ein Reboot des Netzwerkes.

Um zu sehen ob alles geklappt hat lassen wir uns einfach alle WLan-Verbindungen anzeigen. Da wir nur einen WLan-Stick angeschlossen haben brauchen wir nur auf “wlan0” zu achten. Dort muss unter “ESSID” der richtige WLan-Name stehen.

Alle Einstellungen werden jetzt, bei jeden Start des Raspberry Pi, für das WLan übernommen. So kann man nun das Ethernet-Kabel entfernen und den Raspberry Pi von überall aus erreichen.

WLan konfigurieren mit fester IP-Adresse

Bei Verwendung von DHCP wird dem Raspberry Pi eine freie IP zugewiesen. Das heißt, dass der Raspberry Pi nicht zwangsläufig bei jeden Neustart dieselbe IP vom Router bekommt. Um zu sehen welche IP der Raspberry Pi bekommen hat, muss man jedes Mal in den Router-Einstellungen nachsehen. Um das zu vermeiden ist es ratsam den Raspberry Pi von vornherein eine feste IP zuzuweisen. Es wäre auch ratsam den DHCP-Bereich außerhalb dieser festen IP zu wählen. Also z.B. gibt man dem Raspberry Pi die IP 192.168.1.5 und stehlt den DHCP-Bereich auf 192.168.1.100 – 192.168.1.255 ein.

Um eine Feste IP zu vergeben gehen wir wieder in die “interfaces” Datei und ersetzen das Wort “dhcp” durch “static” und geben die Parameter des Netzwerkes an, also IP-Adresse, Gateway und so weiter.

static IP

Jetzt das Netzwerk oder den Raspberry Pi neu starten und schon meldet sich der Raspberry Pi immer mit der selben IP im Netzwerk an.

Mehrere WLan-Netzwerke konfigurieren

Um mehrere WLan-Netzwerke konfigurieren zu können, muss die Einstellung von “wlan0” auf “manual” gesetzt werden. Nun können in der “interfaces” Datei die Parameter der Netzwerke einfach hinzugefügt werden. Hier ist es wichtig, dass die Bezeichnungen der Netzwerke, also die Bezeichnung nach “iface” nicht doppelt vorkommen. Zusätzlich wird noch der richtige DNS-Server für das jeweilige Netzwerk mit hinzugefügt. Diese Einstellungen können natürlich auch beim “eth0” vorgenommen werden, um per Ethernet-Kabel in unterschiedlichen Netzwerken zu agieren.

muli_wlan_interfaces

Natürlich müssen auch die Parameter des neuen WLan-Netzwerkes in die “wpa_supplicant.conf” eingetragen werden. Hier gehen wir genauso vor, wie wir es unter “Access-Point finden” schon einmal getan haben. Mit einem Unterschied, alle Netzwerke bekommen zusätzlich noch den Parameter “id_str”. Dieser Parameter ist das Bindeglied zur richtigen Einstellung in der “interfaces” Datei. Er enthält nämlich die Bezeichnung des Netzwerkes, so wie wir ihn in der “interfaces” Datei eingegeben haben.

muli_wlan_wpa

Wenn alle Netzwerke in beiden Dateien hinzugefügt wurden muss nur das Netzwerk oder der Raspberry Pi neu gestartet werden.

WLan-Einstellungen ab der Raspbian Version 9 (Stretch)

In der Raspbian “Stretch”-Version wurden Änderung an den Netzwerkeinstellungen vorgenommen. Ab dieser Version werden Netzwerkeinstellungen nicht mehr in der “interfaces”-Datei hinterlegt sondern in der dhcpcd.conf. Die WLan-Einstellungen werden immer noch in die wpa_supplicant.conf geschrieben, aber wenn man dieses Netzwerk statisch haben will muss dieses in der dhcpcd.conf mit hinterlegt werden.

Die wpa_supplicant.conf sieht jetzt wie folgt aus.

Wie gesagt wird die “interfaces” nicht verändert. Um jetzt eine statische IP-Adresse für das WLan zu hinterlegen, muss diese am Ende der dhcpcd.conf hinzugefügt werden.

Auto-Reconnect

Wenn der Raspberry Pi die WLan-Verbindung verliert würde er sich nicht wieder automatisch verbinden. Um das zu bewerkstelligen muss nur eine Datei ersetzt werden. Bevor die Datei kopiert wird sollte die Original-Datei umbenannt werden, um sie zur Not wieder herzustellen.

So, dass war es schon. Ab jetzt verbindet sich der Raspberry Pi bei jedem Verbindungsabbruch wieder neu.